hibiscus Über Dsungaren

Der Dsungarische Zwerghamster (phodophus sungorus) gehört zur Gattung der Kurzschwanzhamster. Er stammt ursprünglich aus Nord-Kasachstan und Süd-West-Sibirien.

Wie alle anderen in der Heimtierhaltung gehaltenen Hamsterarten kam der Dsungarische Zwerghamster als Versuchstier zu uns. Der Überschuss wurde in den Zoohandel gegeben, so eroberte der Dsungare die Herzen als Heimtier.

 

Dsungarische Zwerghamster sind strenge Einzelgänger. Lediglich gemischtgeschlechtliche Paare verstehen sich oftmals. Die Paarhaltung ist jedoch nur für Züchter zu empfehlen, da ansonsten regelmäßig Nachwuchs kommt. Und Dauernachwuchs ist alles andere als gut für das Weibchen.

 

Des Weiteren sind Dsungaren nachtaktiv und haben eine Lebenserwartung von etwa 2-3 Jahren. Ihre Größen- / Gewichtsspanne liegt von etwa 35 - 65g. Sie haben ihren eigenen Kopf und entscheiden selbst, ob und wann sie Kontakt zum Menschen wollen. Sie sind überaus neugierig und eignen sich bestens als Beobachtungstiere.

 

Trotz dass sie so klein sind, haben sie einen hohen Bewegungsdrang. Das Gehege sollte 100x50cm nicht unterschreiten. Ein Laufrad mit geschlossener Lauffläche, welches mindestens so groß sein muss, dass der Rücken gerade ist, darf in keinem Gehege fehlen. In der Regel sind 20cm ausreichend. Bei großen Tieren (meist Männchen), muss es größer sein. Allgemein empfiehlt sich, direkt ein größeres Rad zu kaufen, falls man irgendwann einmal einen größeren Hamster hat. Ob das Laufrad aus Plastik oder Holz ist, spielt keine Rolle. Plastikräder sind aber gerade bei Laufradpinklern eine echte Reinigungserleichterung.
Dsungaren leben von Natur aus überwiegend unterirdisch. Sie sind schlechte Kletterer und haben keine Tiefenwahrnehmung. Daher sind Gitterkäfige oder Klettertürme für sie auch ungeeignet. Terrarien oder Aquarien mit einer Mindeststreuhöhe von 15cm, in denen sie Gänge graben können, sind ideal. Gerne darf natürlich noch mehr eingestreut werden! Kleiner Tipp: Mit Heu gemischt halten die Gänge in der Einstreu besser.

 

Dsungarische Zwerghamster haben eine Eigenschaft, die keine anderen Hamster in der Heimtierhaltung haben: sie färben sich im Winter um. Daher werden sie in vielen Ländern auch "Winterweiße Zwerge" genannt.
In der Natur ist dies nützlich, dass sie im Schnee nicht von Fressfeinden entdeckt werden. Forschungen haben ergeben, dass nicht die Außentemperatur für das Umfärben verantwortlich ist, sondern die Veränderung des Tageslichts. Ist es weniger als acht Stunden hell, beginnen die Dsungaren mit der Umfärbung. Nicht nur die Fellfarbe ändert sich, auch die Felldicke. Das Winterfell ist deutlich dicker. So können die Zwerge den kalten Temperaturen in ihrer sibirischen Heimat trotzen, denn sie sind auch im Winter aktiv auf Futtersuche und machen keinen Winterschlaf.
Folglich ist es auch so, dass Dsungaren in der Heimtierhaltung auch besser an kühlere Temperaturen angepasst sind als an Hitze in einer Dachgeschosswohnung. Mit entsprechend viel Nistmaterial sind auch niedrigere Temperaturen in der Heimtierhaltung kein Problem für sie.


Dsungare der Farbe Agouti, welcher sich gerade ins Winterfell färbt.