hibiscus Allgemein

Anatomie und Lebenserwartung

Mittelhamster werden im Durchschnitt zwischen 12cm und 18cm lang und haben ein Gewicht von 80-180g, wobei es auch schon Hamster mit über 200g Gewicht gegeben hat. Die Lebenserwartung eines Mittelhamsters liegt bei etwa 2-4 Jahren, wobei 4 Jahre eher schon eine Ausnahme ist. Häufig versterben Hamster heutzutage in einem Alter von etwa 2,5 Jahren.

Einzelhaltung oder Gruppentier?

Oftmals wird ja die Frage gestellt, ob man Hamster in ausreichener Käfiggröße nicht zu zweit halten kann. Diese Frage ist mit einem klaren "NEIN" zu beantworten, denn Hamster sind strikte Einzelgänger. Weder Wurfgechwister gleichen Geschlechts noch Hamsterweibchen und kastriertes Hamstermännchen verstehen sich. Lediglich Wurfgeschwister bis etwa zur achten Lebenswoche vertragen sich. Das ist auch der Grund, weshalb viele Zooläden Hamster als Gruppentiere abgeben, da dort die Hamster selten älter als 4 Wochen sind.

 

Fellbeschaffenheit

Mittelhamster gibt es in mehreren verschiedenen Fellvarianten. Unter den Fellvarianten wird am häufigsten unter shorthair (Goldhamster) und longhair (Teddyhamster) unterschieden. Seit etwa 2010 gibt es in Deutschland auch Hamster mit rex-Fell, also gekräuselten Haaren. Oftmals werden die Felllängen auch als verschiedene Rassen dargestellt, was aber falsch ist. Hamster können in einem Wurf schon unterschiedlich langes Fell haben, das hat nichts mit einer Rasse zu tun. Dies kann man etwa vergleichen wie Menschen mit Locken und Menschen ohne Locken. Ferner gibt es auch Fell mit Satinschimmer. Dies kommt bei longhair als auch shorthair vor.

 

Fellfarben

Oftmals werden in Zoohandlungen Pandahamster, Scheckhamster, Russenhamster, Zimthamster, Wildhamster,... angeboten, alle als verschiedene Rassen ausgeschrieben mit verschiedenen Eigenschaften. Doch in Wirklichkeit handelt es sich überall um Mittelhamster mit lediglich anderen Farbzeichnungen. Der häufig als Pandahamster angebotene Hamster hat die Farbe black banded, oder black dominant spot. Ebenso sind Scheckhamster nichts anderes als Hamster, die ein Weißband haben. Und der gefährlich klingende Wildhamster ist oftmals "nur" ein Hamster der Farbe gold. Jedoch klingen die Farben exotischer, wenn man ihnen besondere Namen gibt, der einzige Sinn dahinter ist also nur, die Hamster teurer verkaufen zu können.

Wie jedoch oben bereits angedeutet, gibt es sehr viele Farben mit sehr vielen Spielarten. Ich denke, hier alle möglichen Farben vorzustellen, würde den Rahmen doch etwas sprengen. Ich verweise hier nur auf meine eigenen Hamster, dort stehen ihre Farben dabei. Wer Interesse daran hat, weitere Farben zu sehen oder genannt zu haben, der sollte sich am besten in einem Hamsterforum seines Vertrauens melden oder aber mich per Mail kontaktieren. Im Folgenden werde ich noch etwas über die Spielarten sagen.

banded: Ein weißes "Band", dass im Idealfall um den ganzen Körper reicht. Oftmals sind aber auch nur der Bauch und die Seiten weiß.

umbrous: Eine "normale" Hamsterfarbe, jedoch verdunkelt.

dominant spot: Das, was man unter einer Scheckung versteht.

Tortoiseshell: "Schildplatt", oder auch gestromt. Kommt nur bei Weibchen vor.

Alle Spielarten können auch in Kombination auftreten.

 

Gute Beispiele gibt es hier: klick

 

Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen

Oftmals kommt die Frage, ob es generelle Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen gibt. Der größte Unterschied besteht bei Hamstern mit langem Fell (Teddyhamster). Wohingegen bei Weibchen das Fell lediglich etwas plüschig wird, wird es bei Männchen richtig lang. Bei Männchen wird das Fell oftmals nach dem ersten Fellwechsel so lang, dass der Hamster eine besondere Einstreu (Hanfstreu) benötigt und man ggf auch das Fell schneiden muss.
Allgemein werden Weibchen etwas größer als Männchen. Auch ist es anatomisch so, dass ein Weibchen etwa alle 4 Tage hitzig (paarungsbereit) wird und der Paarungsgeruch für manche Menschen unangenehm ist. Zu dieser Zeit fällt das Weibchen auch bei Berührungen am Po in Deckstarre und ist, ähnlich wie wir Frauen, ziemlich zickig ;-)
Im Gegensatz dazu bilden sich bei männlichen Hamstern an den Flanken Duftdrüßen aus, die von vielen Hamsterhalter im ersten Schreck als eine Hauterkrankung angesehen werden.
Charakterliche Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen gibt es jedoch nicht. Oftmals wird behauptet, dass Weibchen im Gegensatz zu Männchen bissiger sind. Jedoch liegt die Zutraulichkeit zum Menschen individuell am Charakter des Hamsters und die Erfahrungen mit Menschen spielen da auch eine Rolle. Jedoch ist es so, dass Weibchen häufiger als Männchen gerne mal etwas im gehege "randalieren", sprich, Häuschen etc. umerfen.
Und zum Vergleichen noch Bilder:

Männchen: After und Geschlechtsteil liegen weit außeinander.

Weibchen: After und Geschlechtsteil liegen eng beieinander.