Viele stellen sich sicher die Frage, weshalb ich für meine Hamster generell etwas verlange, oder besser gesagt, weshalb ich gleich 10€ verlange, wenn man sie doch für knapp die Hälfte in einer Zoohandlung kaufen kann. Nun, das hat mehrere Gründe, welche ich hier erläutern möchte.

Der Hauptgrund, weshalb ich sie nicht verschenke ist, dass eine Zucht sehr kostenintensiv ist. Es gehört mehr dazu, als einfach mal zwei Hamster verschiedenen Geschlechts zueinander zu setzen und zu warten, bis Babys kommen. Wissen über Genetik sind schonmal das A und O, aber hier geht es ja hauptsächlich um die Kostengründe. Meine Hamstermütter bekommen während der Trage- und Stillzeit eine sehr eiweißreiche Ernährung, welche für sie und die Jungen in der Zeit lebensnotwendig ist. Dieses Futter gibt es nicht im Handel zu kaufen, sondern wird eigens von mir zusammen gemixt. Zudem gibt es noch Sondereiweiß in Form von Mehlwürmern, Heuschrecken, Quark und Joghurt. Zudem ist die Grundmischung für mein Futter ebenfalls nicht im Handel erhältlich, sondern wird über einen Onlineshop bezogen. Mit diesem Grundfutter werden die jungen Hamster ebenfalls ernährt und davon gibt es auch etwas mit ins neue Zuhause. Das sind schonmal einige Kostenpunkte, die in einer Zoohandlung nicht aufkommen, da dort die Hamster, sollten sie nicht dort geboren werden (oftmals Inzucht), von Großzuchten kommen, in denen Tiere wie billige Massenwahre produziert werden. Spezelles Futter ist leider etwas, was weder Mütter noch Babys zu Gesicht bekommen. Stattdessen gibt es billiges Allroundfutter, welches für fast alle Nager verwendet wird.

Dann sind für einen Züchter die Anschaffunskosten bedeutend höher als für einen Liebhaber. Ein geeignetes Zuchttier kostet zwischen 15 und 25€, nachdem Transportkosten dazu kamen, ist man beim Preis für ein Zuchttier bei 30-40€.

Ein weiterer Punkt ist, dass ich neben Geld, auch Zeit in meine Zucht investiere. Ich beschäftige mich viel mit den Hamsterjungen, so dass sie sehr schnell an die menschliche Hand gewöhnt werden und nicht so scheu sind. Natürlich kann ich keine Garantie geben, dass sie 100% handzahm sind, es sind ja trotzdem noch Tiere und keine Kuscheltiere, aber ich würde mal sagen, man merkt schon einen Unterschied. Ebenso achte ich darauf, dass sie in ein gutes Zuhause kommen, bei Zweifel schaue ich mir vorher die Haltung an, bzw. gebe den Hamster lieber erst garnicht aus. Zudem organisiere ich Mitfahrgelegenheiten, wenn ein Hamsterchen weiter weg ein Zuhause gefunden hat. Und zu dem vereinbarten Treffen muss Hamsterlie auch erstmal kommen...

Ich denke, wer sich das alles einmal durch den Kopf gehen lässt, der wird wohl schnell merken, dass man sich mit einer Zucht keine goldene Nase verdienen kann.